Archiv der Kategorie: Raumordnung / urbanistica

Solland Silicon: quale futuro per l’industria a Sinigo?

Toni Ladurner

Toni Ladurner

La Solland Silicon versa in una situazione di difficoltà, anche profonda, ormai da parecchi anni. La cosiddetta “soluzione Pugliese” si è purtroppo rivelata un fallimento totale:

– gli operai sono stati presi in giro da promesse mai mantenute;

– i fondi pubblici investiti non hanno finora sortito nessun effetto positivo;

– la sicurezza degli operai nella fabbrica e della popolazioni di Merano e dei comuni limitrofi è a rischio a causa dell’irresponsabilità dell’attuale proprietario.

Dunque sia i posti di lavoro, e la sorte di centinaia di famiglie, sia la sicurezza e la salute di decine di migliaia di persone sono a rischio.

Che fare?

Anche se il Comune non ha competenze dirette nella gestione della fabbrica e dell’areale e non ha strumenti efficaci per indirizzare in prima persona la politica industriale, ci si deve tuttavia attivare per garantire i diritti dei lavoratori ed il futuro delle loro famiglie. Cosa che è stata fatta attraverso diversi provvedimenti. Il Comune ed il Sindaco in primis devono preoccuparsi anche della sicurezza e della salute pubblica. Perché senza sicurezza non c’è nemmeno lavoro.

A mio avviso bisogna distinguere tra un piano A e un piano B per far fronte concretamente a questo problema. 

Il piano A dovrebbe avere come obiettivo la conservazione e la prosecuzione dell’attività produttiva. E con ciò quello della difesa dei posti di lavoro di questa fabbrica. Per fare questo vanno utilizzate tutte le possibili misure di sostegno (p.e. la cassa integrazione) per il necessario periodo di transizione e nella speranza che si trovi un investitore serio, convinto che il mercato internazionale, poco favorevole alla situazione locale, offra comunque uno sbocco duraturo a questo settore industriale.

Bisogna però pensare sin da ora anche ad un piano B, cioè immaginare un futuro industriale possibilmente diverso per questi operai e per questa zona, visto che le esperienze recenti non hanno alimentato l’ottimismo. È scontato che tutte e due le soluzione richiederanno grandi investimenti: tanto per attirare un nuovo acquirente della Solland, quanto per la riconversione dell’area. La storia di altri stabilimenti (penso tra l’altro alla siderurgia) dovrebbe insegnarci che bisogna immaginare per tempo nuovi scenari. Purtroppo in passato non sono nemmeno stati affrontati seriamente i problemi collegati alla bonifica, problemi che non possiamo rimandare all’infinito.

Lo sviluppo futuro di Merano deve prevedere una molteplicità di attività anche nell’economia. Oltre al turismo, all’agricoltura, all’artigianato e ai servizi, l’industria deve poter avere un futuro certo e deve poter essere considerata parte integrante della città e asse portante dell’economia.

Penso che questo abbia a cuore il nostro Sindaco quando parla di un futuro diverso per gli operai e per la zona industriale di Sinigo. Non si tratta di cancellare una storia e un patrimonio dell’intera città, ma di costruire insieme un futuro industriale più solido e meno impattante per l’ambiente.

Toni Ladurner1.12.2016

 

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Bürgerbeteiligung konkret

Toni Ladurner

Für die Liste Paul Rösch und die Grünen war die Bürgerbeteiligung ein wichtiges Thema im Wahlkampf und sie ist ein zentrales Element des Regierungsprogramms.
Dass Bürgermeister Paul Rösch, Vizebürgermeister Andrea Rossi und Stadträtin Madeleine Rohrer sich aber auch in der konkreten Politik um effektive  Bürgerbeteiligung bemühen, zeigen die folgenden Beispiele. Von Gemeinderat Toni Ladurner

Verkehrsplan für das Stadtviertel Wolkenstein
Nach Treffen mit dem Stadtviertel-Rat, öffentlichen Infoabenden und einer gemeinsamen Ideensammlung in diesem vom Autoverkehr geplagten Viertel werden nun die Vorschläge für neue Verkehrslösungen – mit Vorrang für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen – unter Einbeziehung der Bewohner/innen konkretisiert und die definitiven Maßnahmen beschlossen.
Neugestaltung der Matteotti-Straße
Nach mehreren Aussprachen mit dem Stadtviertel-Rat, den Anrainern und Kaufleuten und nach Einholen eines Gutachtens des Denkmalamtes wurde das bereits von der vorherigen Stadtregierung genehmigte Projekt auf Wunsch der betroffenen Leute in wichtigen Punkten abgeändert und nun in Auftrag gegeben.
Schutzbauten in Gratsch
In Gratsch sind von der Agentur für Bevölkerungsschutz mehrere Maßnahmen gegen Überflutungen und Vermurungen am Burg- und Petererbach geplant. Nachdem Bürgermeister Rösch bereits im Vorfeld mit den betroffenen Grundeigentümern verschiedene Fragen besprochen hatte, sind Mitte Oktober bei einem Informationsabend, bei dem auch die Bürgermeister von Algund und Tirol anwesend waren,  die geplanten Maßnahmen zur Diskussion gestellt worden, bevor weitere Schritte unternommen werden.
Abfall-Entsorgung
Stadträtin Rohrer und der Direktor der Stadtwerke, Dr. Vitalini, sind sich bewusst, dass wirksame und Kosten sparende Maßnahmen zur Abfall-Entsorgung nur unter Einbeziehung der Bevölkerung Erfolg versprechend sind. Daher sind im Juni entsprechende Treffen mit dem Stadtviertel-Rat von Sinich aufgenommen worden, um die seit Jahren ungelöste Frage des Standortes des zweiten Presscontainers und des Mini-Recyclinghofes zu klären. Die Reaktion und die Proteste von Anrainern auf erste Vorschläge werden Ernst genommen, indem Vorschläge für alternative Standorte sorgfältig geprüft und letztlich die betroffenen Bürger/innen bei einer Befragung über den besten Standort entscheiden können.
Jugendbeirat
Obwohl es bei der Neuwahl einige Schwierigkeiten gegeben hatte und die Konstituierung mit etwas Verspätung zustande kam, haben der Vorsitzende des Jugendbeirates, Daniela Di Lucrezia und andere Vorstandsmitglieder bei der  Gemeinderatssitzung am 19. Oktober ein positives Bild über die Ziele und Aktivitäten dieses Gremiums gezeichnet. Die Begeisterung und Motivation der Jugendlichen und die Beharrlichkeit von Vizebürgermeister Rossi, der mit der Ernennung eines Moderators eine gute Entscheidung getroffen hatte, haben zu dieser ermutigenden Entwicklung geführt.
Beirat für Migranten und Vertretung im Gemeinderat
Am 19. Oktober hat auch der Vorsitzende dieses Beirates, Diaby Bassamba, im Gemeinderat die Gelegenheit erhalten, Bericht zu erstatten und Anliegen der neuen Meraner Bürger vorzubringen. Ein aktiver, von Politik und Verwaltung, unterstützter Beirat und eine gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat können die Bedingungen für die Integration der Migranten in unsere Gesellschaft verbessern. Daher werden wir auch den Vorschlag von Vizebürgermeister Rossi, für diesen Beirat eine Vertretung ohne Stimmrecht im Gemeinderat zu schaffen, unterstützen.
Reglement für Volksabstimmungen
Nach der Abänderung der Gemeindesatzung bezüglich Volksabstimmungen war eine Überarbeitung des entsprechenden Reglements erforderlich. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Vizebürgermeister Rossi hat einen ersten – auf der Homepage der Gemeinde veröffentlichten – Vorschlag erstellt, der demnächst mit den verschiedenen Beiräten und mit Vertretern der Initiative für mehr Demokratie besprochen und bei einer Bürgerversammlung am 24. November zur Diskussion gestellt wird.

Der Prozess der Bürgerbeteiligung verläuft nicht immer einfach und konfliktfrei, das beweisen neben den Protesten in Sinich auch die Auseinandersetzungen um die Gestaltung der Matteotti-Straße oder die Einwände zur Verkehrsberuhigung im Steinach-Viertel. Vielleicht sind es aber gerade solche schwierigen Situationen mit einer z.T. mehrjährigen Vorgeschichte, die wertvolle Erfahrungen zur Verbesserung der Informations- und Debatten-Kultur liefern können.

Toni Ladurner, 25.10.2016

Operation Tiefgarage abgelehnt

PKTheater09

Gemeinderat Ladurner

Deutlicher als allgemein angenommen hat der Gemeinderat am 31. August den Antrag zum Bau einer Tiefgarage am Theaterplatz abgelehnt. 20 Gemeinderäte stimmten für den Antrag der Stadtregierung, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, während nur fünf sich klar für weitere Planungsmaßnahmen aussprachen. Neun Mitglieder des Stadtparlaments, darunter auch die vorher angeblich so überzeugten Befürworter aus dem Kreis der „Civica“ haben sich der Stimme enthalten.

Die Abstimmung erfolgte nach einer sachlich geführten Debatte, bei der die Befürworter zum   Projekt Tiefgarage inhaltlich gar nicht Stellung nahmen. Der Antrag der „Civica“ hatte gefordert, dass die Stadtregierung an Hand einer Machbarkeitsstudie die technischen, finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte dieses Vorhabens sowie deren Auswirkungen auf den Verkehr prüfen solle, damit der Gemeinderat eine begründete Entscheidung treffen könne. Bei der Debatte im Gemeinderat meinten Casolari, Freund und Enz (außer diesen drei hat von den Befürwortern sonst niemand das Wort ergriffen) allerdings, man könne inhaltlich noch gar nicht auf das Projekt eingehen, man möge einfach weiter planen und dann das endgültige Projekt bewerten! Eine sehr eigenartige Vorstellung von Entscheidungsfindung.

Die Operation Tiefgarage hat meiner Meinung nach Folgendes gezeigt:

1. Der Gemeinderat hat aufgrund einer offenen Debatte eine Entscheidung getroffen, die nicht entlang Partei politischer Linien erfolgte, sondern aufgrund sachlicher Überlegungen über Vor- und Nachteile eines wichtigen Vorhabens für die Stadt.

2. Die meisten Mitglieder des Gemeinderates haben bei den politischen Spielchen zur Schwächung der Regierung Rösch nicht mitgemacht.

3. Die Regierungskoalition ist bei dieser Abstimmung zwar nicht geschlossen aufgetreten, aber die Voraussetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit in der Koalition sind nach wie vor gegeben, auch wenn es vielleicht einen „Neustart“ braucht.

4. Politik erfordert neben sachlicher Kompetenz und Verhandlungsgeschick auch gute Nerven, einen langen Atem und viel Zuversicht. Ich glaube, dass unsere Fraktion in dieser Frage eine wichtige Probe bestanden hat.

Toni Ladurner                                    3. September 2016

Il garage interrato di piazza Teatro: un progetto di interesse pubblico? 


PKTheater07In una conferenza stampa il Gruppo consiliare Verdi/Rösch ha presentato le riflessioni sulla proposta di un garage interrato in piazza Teatro

Ci chiediamo in che cosa si possa riscontrare un effettivo interesse pubblico in un parcheggio sotterraneo per confinanti con 128 posti auto. Un parcheggio sotterraneo sotto piazza Teatro che non appare all’interno dell’accordo di coalizione che sta alla base dell’attuale governo della città e che non ritroviamo neppure all’interno di nessuno dei programmi elettorali di alcun partito e di alcuna lista presentatisi alle elezioni comunale del 2015.

Chi sono i possibili interessati al progetto e quindi anche i possibili acquirenti?

Dei complessivamente 111 posti-macchina prenotati (in massima parte senza impegno) sono riservati circa un quarto da confinanti residenti, quasi la metà da albergatori e il resto da titolari di uffici ed esercizi commerciali. Le attuali convenzioni del comune per la costruzione di parcheggi di pertinenza prevedono che “i proprietari di immobili destinati all’esercizio di attività economiche (commerciali, industriali, artigianali o professionali) possono partecipare in ragione di un posto macchina per ciascun a unità immobiliare di proprietà e comunque in misura complessivamente non superiore al 15 % della capacità massima del parcheggio.”

Un risparmio per le casse comunali oppure un aggravio, al momento non ancora calcolabile?

I promotori del progetto, dopo il lavoro di realizzazione del garage interrato, promettono di prendere su di sé l’onere economico di ridisegnare la superficie di piazza Teatro secondo il progetto del comune. In questo modo, dicono, alla città verrebbero risparmiati ben € 600.000 
Tuttavia ci chiediamo chi sosterrà gli inevitabili costi dovuti ai ritardi e alle spese aggiuntive dovuti alla costruzione di un parcheggio sotterraneo. Soltanto le ben undici procedure burocratiche previste prima della costruzione effettiva farebbero perdere almeno due anni per il loro completamento.

Chi si accollerà inoltre il costo dei più che probabili imprevisti che si presenteranno nel corso degli anni impegnati dai lavori? Per fare solo qualche esempio: 1. un lungo periodo di traffico a senso unico alternato regolato da un semaforo a tempo sulla piazza principale della città, snodo di una grande mole del traffico cittadino; 
2. il blocco prolungato della parte bassa di Corso Libertà con la conseguente deviazione delle linee di traffico e dei mezzi pubblici che andranno a congestionare strade già ora in sofferenza, come via Rezia, via Petrarca, via Manzoni, via delle Corse, via Goethe, il tunnel delle Terme, via Cavour e via Roma; 
3. le gravi conseguenze di una possibile rottura delle molte infrastrutture presenti sotto la piazza: cavi dell’energia elettrica, del telefono e di internet, tubature dell’acqua, delle acque reflue e del gas, la canalizzazione della roggia cittadina; 
4. il reperimento più che probabile di resti archeologici, con conseguente fermo del cantiere e relativi costi.

Tutto questo non è compreso nella stima di € 5.3000.000 (IVA esclusa) del progetto preliminare presentato in Comune.

Il blocco di via Carducci: niente più spazio per biciclette e taxi?

Nella parte superiore di via Carducci è prevista la costruzione della rampa di accesso e di uscita del garage sotterraneo. Ciò significa che una parte importante di una strada pubblica sarà utilizzabile soltanto per l’ingresso e l’uscita di un garage privato. In questo modo l’asse principale del percorso ciclabile urbano verrebbe interrotto e snaturato e ai taxi si vieterebbe la zona di sosta già prevista a chiare lettere nel piano del traffico urbano che risale già al 2014. Quali reali soluzioni sarà possibile offrire tanto ai ciclisti quanto ai taxisti? E infine: con la costruzione della rampa verrebbe preclusa alla parte alta di via Carducci qualsiasi opportunità di valorizzazione nel quadro di una futura riqualificazione e di una pianificazione viabilistica della città.

Conservazione dei beni architettonici ed artistici ed estetica: nessun problema?

Il garage interrato arriverà a lambire le fondamenta del Teatro Puccini, edificio posto sotto tutela e uno dei monumenti identitari della nostra città: fino a che punto è possibile garantire che i lavori non intaccheranno la sua staticità? Rampa di accesso, scale, ascensori e pozzi di ventilazione (che, per la protezione da possibili esondazioni, devono essere forniti di un parapetto protettivo) sono elementi architettonici che porterebbero a deturpare l’armonia del luogo. Lo stesso progetto di riqualificazione della superficie della piazza, recentemente approvato e presentato in un’occasione pubblica, con grande probabilità dovrebbe essere rivisto e ridisegnato per tenere conto dei nuovi elementi introdotti dagli scavi. E anche la prevista riprogettazione della parte superiore di Corso Libertà subirebbe un ritardo di anni.

L’esperienza di Piazza della Rena dimostra che tempi e costi sono assolutamente difficili da progettare 
La costruzione del parcheggio sotterraneo in piazza della Rena ha chiaramente dimostrato che il tempo e il costo di un progetto con queste caratteristiche e di queste proporzioni sono molto difficili da pianificare e soprattutto da rispettare e che alla fine, per i committenti e per il Comune, le spese saranno di molto superiori rispetto alle stime. I posti macchina, già oggi stimati a un costo di 41.200 € (iva esclusa), saranno davvero ancora appetibili e convenienti per i futuri compratori?

A fronte di tutto ciò ci chiediamo se questo progetto alla fine possa davvero rappresentare un beneficio per la città, per i cittadini tutti e per gli ospiti. Oppure, come temiamo, porterà con sé soltanto anni di grande scompiglio nel pieno centro di Merano e costi incontrollabili a carico della comunità intera?

Merano, 8/7/2016

 

Ist eine Tiefgarage am Theaterplatz in öffentlichem Interesse?

PKTheater05Stellungnahme der Gemeinderatsfraktion Grüne/Rösch

Worin besteht das öffentliche Interesse für eine Anrainer-Tiefgarage mit 128 Stellplätzen? Eine Tiefgarage am Theaterplatz scheint nicht im Koalitionsabkommen der Stadtregierung auf und sie wurde auch in keinem Wahlprogramm einer Partei oder Liste erwähnt.
Wer sind die Interessenten?
Von den insgesamt 111 meist unverbindlich vorgemerkten Stellplätzen sind ca. ein Viertel von Wohn-Anrainern reserviert worden; fast die Hälfte soll an Hotelbetriebe gehen, der Rest an andere Dienstleister (Büros). Die derzeitigen Konventionen für Anrainer-Parkplätze mit der Gemeinde sehen maximal 15% der Parkplätze für Dienstleister und mindestens 85% für die Wohn-Anrainer vor. (“i proprietari di immobili destinati all’esercizio di attività economiche (commerciali, industriali, artigianali o professionali) possono partecipare in ragione di un posto macchina per ciascun a unità immobiliare di proprietà e comunque in misura complessivamente non superiore al 15 % della capacità massima del parcheggio.”)
Einsparung für die Gemeindekasse oder unkalkulierbare Mehrkosten?
Die Projektbetreiber versprechen, die von der Gemeinde beschlossene Neugestaltung des Theaterplatzes auf eigene Kosten nach Fertigstellung der Garage vorzunehmen. Dadurch könnte die Gemeinde mehr als 600.000 € einsparen.
Aber: Wer bezahlt die jahrelangen Verzögerungen und Mehrkosten durch den Bau einer Tiefgarage? Allein die elf bürokratischen Prozeduren vor Baubeginn würden ca. zwei Jahre in Anspruch nehmen. Wer kommt für die Kosten der Beeinträchtigungen durch die jahrelangen Bauarbeiten auf? Zum Beispiel:
• Ampelgeregelter Einbahnverkehr auf dem wichtigsten Platz der Stadt und monatelange Sperre der unteren Freiheitsstraße mit großräumigen Umleitungen für die Busse und Staus in anderen Straßen (Raetia-, Petrarca- und Manzonistraße, Rennweg und Goethestraße, Thermentunnel, Cavour- und Romstraße);
• Was passiert, wenn auch nur eine der viele Leitungen beschädigt wird (Strom, Gas, Telefon und Internet, Trink- und Abwasser, Stadtbach)?
Diese und die Kosten für archäologischen Grabungen sind in der Grobschätzung von 5.300.000 € (zuzüglich Mehrwertsteuer) in dem in der Gemeinde deponierten Vorprojekt gar nicht berücksichtigt.
Sperre der Carduccistraße: Kein Platz für Radfahrer und Taxis
In der oberen Carduccistraße soll die Rampe für die Tiefgarage errichtet werden. Das heißt, dass dieser Teil einer öffentlichen Straße nur mehr für die Ein- und Ausfahrt einer privaten Garage dient. Damit würde die Hauptachse des städtischen Radweges unterbrochen und auch die Taxis, die laut Verkehrsdetailplan von 2014 in der Carduccistraße ihren Standplatz haben sollen, würden ausgesperrt. Wohin mit Radfahrern und Taxis? Zudem wird mit dem Bau der Rampe die Möglichkeit, dass die obere Carduccistraße in zukünftigen Verkehrsplanungen neue Bedeutung gewinnen könnte, für immer verbaut.
Denkmalschutz und Ästhetik: Kein Thema?
Die Tiefgarage soll bis an die Grundmauern des Denkmal geschützten Stadttheaters gegraben werden. Zufahrtsrampe, Treppenaufgänge, Lift und Lüftungsschächte (die wegen des Hochwasserschutzes mit Brüstungen versehen sein müssen) würden den ganzen Platz verunstalten. Die bereits beschlossene Oberflächengestaltung müsste komplett neu geplant werden. Auch die Neugestaltung der oberen Freiheitsstraße würde sich um Jahre verzögern.
Erfahrung Sandplatz zeigt: Zeiten und Kosten sind schwer zu planen
Der Bau der Tiefgarage am Sandplatz hat gezeigt, dass Zeiten und Kosten für ein solches Projekt sehr schwer zu planen sind und dass am Ende für Projektbetreiber und Gemeinde die Spesen viel höher als die Schätzungen sein werden.
Sind die Stellplätze, für die jetzt schon ein Preis von 41.200€ (ohne MwSt.) veranschlagt wird, dann überhaupt noch zu verkaufen?
Wird dieses Projekt am Ende wirklich ein Gewinn für die Stadt, deren Bewohner und Gäste sein? Oder nur etliche Jahre Chaos in der Innenstadt und unkontrollierbare Kosten für die Gemeinde bringen?

Meran, am 8.7.2016

Verkehrsberuhigung und intaktes Stadtbild

cropped-meran.jpgZwei am 21. Juni von der Stadtregierung getroffene Entscheidungen machen deutlich, was Bürgermeister Paul Rösch unter dem Slogan „Meran, eine lebens- und liebenswerte Stadt“ versteht.

Zum einen soll der älteste Meraner Stadtteil, das Steinach-Viertel zwischen Passeirer Tor und Pfarrplatz, eine verkehrsberuhigte Zone werden. Der Kern der Meraner Altstadt soll für dessen Bewohner und die Touristen neues Flair erhalten. Neben den historischen Gebäuden und Denkmälern (Stadttore und Stadtmauer, Pulverturm, Pfarrkirche und Barbara-Kapelle, Palais Mamming mit dem Stadtmuseum) – bereits bisher beliebte Attraktionen der Stadt – sollen auch die mittelalterlichen Straßen und alte Gebäude zu neuem Leben erweckt werden.

Die zweite Entscheidung betrifft das Stadthotel „Europa Splendid“ an der Ecke Freiheitsstraße – Rennweg gegenüber dem Stadttheater. Dem Gutachten des Landes-Denkmalamtes folgend, hat die Stadtregierung sich mit Mehrheitsentscheid gegen die Aufstockung des Gebäudes ausgesprochen. Dadurch soll das Stadtbild an diesem zentralen und historischen Ort nicht weiter beeinträchtigt und weiteren Anträgen um Erhöhung ein Riegel vorgeschoben werden.

Beide Beschlüsse weisen in Richtung sanfte und harmonische Stadtentwicklung und haben sicher Signalwirkung für weitere Entscheidungen.

Toni Ladurner

26. Juni 2016

Areal Thermenhotel: Zuständigkeit zurück erhalten

 

BM Paul Rösch

BM Paul Rösch

Der Südtiroler Landtag hat am 8. Juni einstimmig einen Gesetzentwurf der Grünen Landtagsfraktion angenommen, der einen Passus aus dem Raumordnungsgesetz streicht, mit dem das Areal des Thermenhotel als „Zone für übergemeindliche öffentliche Einrichtung“ klassifiziert und damit der Kompetenz der Gemeinde entzogen war.
Die Gemeinde erhält damit ihre Zuständigkeit wieder zurück (die neue Bestimmung tritt im Februar 2017 in Kraft) und kann in Zukunft den Bauleitplan so abändern, wie es der tatsächlichen Zweckbestimmung für Hotelbetriebe entspricht.
Bürgermeister Rösch und Stadträtin Roherer äußerten sich erfreut über diese neue Lage. „Der Landeshauptmann hatte mir versprochen, diese urbanistische Abnormität zu beseitigen. Er hat Wort gehalten“ so Rösch, der sich auch beim Südtiroler Landtag und bei den Einbringern des Gesetzentwurfes bedankt.