Archiv des Autors: marcodal

Ein Wochenende in Meran

Fröhlich – bunt – Völker verbindend

Neben etlichen kleineren Veranstaltungen erlebte Meran am zweiten Juni-Wochenende gleich drei viel beachtete Highlights: das Treffen der Staatspräsidenten von Italien und Österreich, das Straßenfestival „asfaltart“ und ein Benefiz-Fußballspiel für die Erdbebenopfer von Mittelitalien.
Alle drei Großereignisse, verfolgt und mitgetragen von Tausenden von Menschen jeden Alters und verschiedener Sprachen in einer eleganten Stadt in Feierlaune und überstrahlt von einer warmen Sonne, haben gezeigt, wie belebend und bereichernd Vielfalt und Unterschiedlichkeit sein können. Beeindruckend und nach vorne blickend die Feier im Kurhaus, wo Landeshauptmann Arno Kompatscher, der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen und Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella daran erinnerten, dass durch die Streitbeilegung vor 25 Jahren ein neues, friedliches Kapitel zwischen den zwei Staaten aufgeschlagen wurde und die Autonomie Südtirols auf einer soliden Grundlage weiterentwickelt werden kann. Sehr würdig und ein Zeichen des Aufbruchs die musikalische Begleitung durch das Landesjugendblasorchester und den Landesjugendchor, die protokollarische Gepflogenheiten und zeitgemäße Entwicklungen gut vereinigt hat.
Eine interessante „Umrahmung“ der Feierstunden im Kursaal bildete das Straßenfestival asfaltart. Die hervorragenden Aufführungen von Künstlern und Artisten aus aller Welt und das fröhliche Treiben auf den Straßen Merans zeigen, dass die Zukunft in einem friedlichen Miteinander und in der Offenheit liegt. Und das Fußballspiel zwischen den Mannschaften der Richter und Parlamentarier, verstärkt durch die zwei Stars Zinedine Zidane und Ciro Ferrara, ist Beweis, dass Solidarität und Hilfe in Not keine leeren Worte sein müssen, sondern breiten Zuspruch haben können.
Ein Wochenende in Meran, das Hoffnung macht.

Toni Ladurner 11. Juni 2017

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Solland Silicon: quale futuro per l’industria a Sinigo?

Toni Ladurner

Toni Ladurner

La Solland Silicon versa in una situazione di difficoltà, anche profonda, ormai da parecchi anni. La cosiddetta “soluzione Pugliese” si è purtroppo rivelata un fallimento totale:

– gli operai sono stati presi in giro da promesse mai mantenute;

– i fondi pubblici investiti non hanno finora sortito nessun effetto positivo;

– la sicurezza degli operai nella fabbrica e della popolazioni di Merano e dei comuni limitrofi è a rischio a causa dell’irresponsabilità dell’attuale proprietario.

Dunque sia i posti di lavoro, e la sorte di centinaia di famiglie, sia la sicurezza e la salute di decine di migliaia di persone sono a rischio.

Che fare?

Anche se il Comune non ha competenze dirette nella gestione della fabbrica e dell’areale e non ha strumenti efficaci per indirizzare in prima persona la politica industriale, ci si deve tuttavia attivare per garantire i diritti dei lavoratori ed il futuro delle loro famiglie. Cosa che è stata fatta attraverso diversi provvedimenti. Il Comune ed il Sindaco in primis devono preoccuparsi anche della sicurezza e della salute pubblica. Perché senza sicurezza non c’è nemmeno lavoro.

A mio avviso bisogna distinguere tra un piano A e un piano B per far fronte concretamente a questo problema. 

Il piano A dovrebbe avere come obiettivo la conservazione e la prosecuzione dell’attività produttiva. E con ciò quello della difesa dei posti di lavoro di questa fabbrica. Per fare questo vanno utilizzate tutte le possibili misure di sostegno (p.e. la cassa integrazione) per il necessario periodo di transizione e nella speranza che si trovi un investitore serio, convinto che il mercato internazionale, poco favorevole alla situazione locale, offra comunque uno sbocco duraturo a questo settore industriale.

Bisogna però pensare sin da ora anche ad un piano B, cioè immaginare un futuro industriale possibilmente diverso per questi operai e per questa zona, visto che le esperienze recenti non hanno alimentato l’ottimismo. È scontato che tutte e due le soluzione richiederanno grandi investimenti: tanto per attirare un nuovo acquirente della Solland, quanto per la riconversione dell’area. La storia di altri stabilimenti (penso tra l’altro alla siderurgia) dovrebbe insegnarci che bisogna immaginare per tempo nuovi scenari. Purtroppo in passato non sono nemmeno stati affrontati seriamente i problemi collegati alla bonifica, problemi che non possiamo rimandare all’infinito.

Lo sviluppo futuro di Merano deve prevedere una molteplicità di attività anche nell’economia. Oltre al turismo, all’agricoltura, all’artigianato e ai servizi, l’industria deve poter avere un futuro certo e deve poter essere considerata parte integrante della città e asse portante dell’economia.

Penso che questo abbia a cuore il nostro Sindaco quando parla di un futuro diverso per gli operai e per la zona industriale di Sinigo. Non si tratta di cancellare una storia e un patrimonio dell’intera città, ma di costruire insieme un futuro industriale più solido e meno impattante per l’ambiente.

Toni Ladurner1.12.2016

 

Wir sind Alperia?

Wie steht es um den Aufbau der neuen Gesellschaft nach der Fusion zwischen SEL und Etschwerken? Wird es für die Gemeinden Bozen und Meran in Zukunft wieder höhere Dividenden geben? Was wird aus dem neuen Sitz in Meran?

Toni Ladurner

Toni Ladurner

Diese und andere Fragen wurden am 9. November bei einer außerordentlichen Sitzung des Gemeinderats dem Generaldirektor Johann Wohlfarter, seinem Stellvertreter Paolo Acuti und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Mauro Marchi gestellt.

Der Aufbau der neuen der Gesellschaft Alperia ist nach Aussage von Generaldirektor Wohlfarter eine Mammutaufgabe, da zwei Großbetriebe mit unterschiedlicher Geschichte und Philosophie zusammengeführt werden müssen (Wohlfahrter verglich die Etschwerke mit einem gut organisierten Batallion, während er für die SEL das Bild einer Pfadfinder-Gruppe verwendete). Da die Zusammenführung oder Neuschaffung von Organisationseinheiten auch Veränderungen für die Mitarbeiter/innen mit sich bringe (Versetzungen an andere Orte oder Abteilungen, neue betriebliche Strukturen und Abläufe), seien Probleme unvermeidlich. Trotzdem verlaufe dieser Prozess zügig und habe bereits einige Kosteneinsparungen erbracht.

Der im Fusionsvertrag zugesicherte neue Sitz in Meran auf einem Gelände neben dem Untermaiser Bahnhof werde auf jeden Fall realisiert, unterstrich der Generaldirektor. Es liege nun an der Stadt, sich für die beste Lösung zu entscheiden. Alperia könnte entweder den Sitz der Netzgesellschaft Edyna (z.Z. im Gebäude in der Laurinstraße) oder eine neu zu schaffende Forschungs- und Beratungseinrichtung in Kooperation mit Uni Bozen und EURAC dort unterbringen. Mit letzterem könnten wichtige Signale bezüglich erneuerbare Energien gesetzt und qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Jedenfalls betonten mehrere Gemeinderäte, dass der Sitz einer wichtigen Geschäftsabteilung mit 200 – 300 Arbeitsplätzen für die Stadt Meran von zentraler Bedeutung ist.

Zum Thema Dividenden gaben sich die drei Vertreter der Führungsriege von Alperia eher zugeknöpft. Statt der erwarteten zehn Millionen sind heuer ja nur ca. fünf Millionen in die Gemeindekasse geflossen und im kommenden Jahr werden es nicht mehr sein, weil wegen des Verfalls der Energiepreise die Erlöse stark gesunken sind (die rosigen Prognosen der Beratungsfirma MacKinsey vor der Fusion haben sich leider nicht erfüllt). Weil Alperia auch bei den Sponsorverträgen neue Kriterien anwendet (es werden vorwiegend größere, staatsweit sichtbare Vereine gefördert), müssen bei der Förderung von Jugend-, Kultur- und Sportvereinen in Zukunft wohl neue Lösungen gefunden werden.

Generaldirektor Wohlfarter bewies, dass er viele Details genau kennt, er konnte oder wollte auf manche Frage (z.B. wie steht es um die Realisierung eines Biomasse-Heizwerk?) jedoch keine oder nur vage Antworten geben. Er begrüßte den Appell von Kollegin Kury, Südtirol zu einem Energie-Vorzeigeland zu machen. Als kleinen Beitrag dazu habe sich Alperia zum Ziel gesetzt, dass in den nächsten drei Jahren die Hälfte des Fuhrparks (derzeit 386 Auto) emissionsfrei verkehren werden.

Wohlfarter & Co. haben sich sehr bemüht, die bisher unzureichende Kommunikation mit der Gemeinde Meran durch engagiertes Auftreten wettzumachen. Die Führung von Alperia ist sich offensichtlich bewusst, dass die Bevölkerung sich nur dann mit dem neuen Energiebetrieb identifizieren kann, wenn sie über die Entwicklungen auf dem laufenden gehalten wird und ihre Fragen ernst genommen werden.
Toni Ladurner, 12. November 2016

Bürgerbeteiligung konkret

Toni Ladurner

Für die Liste Paul Rösch und die Grünen war die Bürgerbeteiligung ein wichtiges Thema im Wahlkampf und sie ist ein zentrales Element des Regierungsprogramms.
Dass Bürgermeister Paul Rösch, Vizebürgermeister Andrea Rossi und Stadträtin Madeleine Rohrer sich aber auch in der konkreten Politik um effektive  Bürgerbeteiligung bemühen, zeigen die folgenden Beispiele. Von Gemeinderat Toni Ladurner

Verkehrsplan für das Stadtviertel Wolkenstein
Nach Treffen mit dem Stadtviertel-Rat, öffentlichen Infoabenden und einer gemeinsamen Ideensammlung in diesem vom Autoverkehr geplagten Viertel werden nun die Vorschläge für neue Verkehrslösungen – mit Vorrang für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen – unter Einbeziehung der Bewohner/innen konkretisiert und die definitiven Maßnahmen beschlossen.
Neugestaltung der Matteotti-Straße
Nach mehreren Aussprachen mit dem Stadtviertel-Rat, den Anrainern und Kaufleuten und nach Einholen eines Gutachtens des Denkmalamtes wurde das bereits von der vorherigen Stadtregierung genehmigte Projekt auf Wunsch der betroffenen Leute in wichtigen Punkten abgeändert und nun in Auftrag gegeben.
Schutzbauten in Gratsch
In Gratsch sind von der Agentur für Bevölkerungsschutz mehrere Maßnahmen gegen Überflutungen und Vermurungen am Burg- und Petererbach geplant. Nachdem Bürgermeister Rösch bereits im Vorfeld mit den betroffenen Grundeigentümern verschiedene Fragen besprochen hatte, sind Mitte Oktober bei einem Informationsabend, bei dem auch die Bürgermeister von Algund und Tirol anwesend waren,  die geplanten Maßnahmen zur Diskussion gestellt worden, bevor weitere Schritte unternommen werden.
Abfall-Entsorgung
Stadträtin Rohrer und der Direktor der Stadtwerke, Dr. Vitalini, sind sich bewusst, dass wirksame und Kosten sparende Maßnahmen zur Abfall-Entsorgung nur unter Einbeziehung der Bevölkerung Erfolg versprechend sind. Daher sind im Juni entsprechende Treffen mit dem Stadtviertel-Rat von Sinich aufgenommen worden, um die seit Jahren ungelöste Frage des Standortes des zweiten Presscontainers und des Mini-Recyclinghofes zu klären. Die Reaktion und die Proteste von Anrainern auf erste Vorschläge werden Ernst genommen, indem Vorschläge für alternative Standorte sorgfältig geprüft und letztlich die betroffenen Bürger/innen bei einer Befragung über den besten Standort entscheiden können.
Jugendbeirat
Obwohl es bei der Neuwahl einige Schwierigkeiten gegeben hatte und die Konstituierung mit etwas Verspätung zustande kam, haben der Vorsitzende des Jugendbeirates, Daniela Di Lucrezia und andere Vorstandsmitglieder bei der  Gemeinderatssitzung am 19. Oktober ein positives Bild über die Ziele und Aktivitäten dieses Gremiums gezeichnet. Die Begeisterung und Motivation der Jugendlichen und die Beharrlichkeit von Vizebürgermeister Rossi, der mit der Ernennung eines Moderators eine gute Entscheidung getroffen hatte, haben zu dieser ermutigenden Entwicklung geführt.
Beirat für Migranten und Vertretung im Gemeinderat
Am 19. Oktober hat auch der Vorsitzende dieses Beirates, Diaby Bassamba, im Gemeinderat die Gelegenheit erhalten, Bericht zu erstatten und Anliegen der neuen Meraner Bürger vorzubringen. Ein aktiver, von Politik und Verwaltung, unterstützter Beirat und eine gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat können die Bedingungen für die Integration der Migranten in unsere Gesellschaft verbessern. Daher werden wir auch den Vorschlag von Vizebürgermeister Rossi, für diesen Beirat eine Vertretung ohne Stimmrecht im Gemeinderat zu schaffen, unterstützen.
Reglement für Volksabstimmungen
Nach der Abänderung der Gemeindesatzung bezüglich Volksabstimmungen war eine Überarbeitung des entsprechenden Reglements erforderlich. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Vizebürgermeister Rossi hat einen ersten – auf der Homepage der Gemeinde veröffentlichten – Vorschlag erstellt, der demnächst mit den verschiedenen Beiräten und mit Vertretern der Initiative für mehr Demokratie besprochen und bei einer Bürgerversammlung am 24. November zur Diskussion gestellt wird.

Der Prozess der Bürgerbeteiligung verläuft nicht immer einfach und konfliktfrei, das beweisen neben den Protesten in Sinich auch die Auseinandersetzungen um die Gestaltung der Matteotti-Straße oder die Einwände zur Verkehrsberuhigung im Steinach-Viertel. Vielleicht sind es aber gerade solche schwierigen Situationen mit einer z.T. mehrjährigen Vorgeschichte, die wertvolle Erfahrungen zur Verbesserung der Informations- und Debatten-Kultur liefern können.

Toni Ladurner, 25.10.2016

Operation Tiefgarage abgelehnt

PKTheater09

Gemeinderat Ladurner

Deutlicher als allgemein angenommen hat der Gemeinderat am 31. August den Antrag zum Bau einer Tiefgarage am Theaterplatz abgelehnt. 20 Gemeinderäte stimmten für den Antrag der Stadtregierung, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, während nur fünf sich klar für weitere Planungsmaßnahmen aussprachen. Neun Mitglieder des Stadtparlaments, darunter auch die vorher angeblich so überzeugten Befürworter aus dem Kreis der „Civica“ haben sich der Stimme enthalten.

Die Abstimmung erfolgte nach einer sachlich geführten Debatte, bei der die Befürworter zum   Projekt Tiefgarage inhaltlich gar nicht Stellung nahmen. Der Antrag der „Civica“ hatte gefordert, dass die Stadtregierung an Hand einer Machbarkeitsstudie die technischen, finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte dieses Vorhabens sowie deren Auswirkungen auf den Verkehr prüfen solle, damit der Gemeinderat eine begründete Entscheidung treffen könne. Bei der Debatte im Gemeinderat meinten Casolari, Freund und Enz (außer diesen drei hat von den Befürwortern sonst niemand das Wort ergriffen) allerdings, man könne inhaltlich noch gar nicht auf das Projekt eingehen, man möge einfach weiter planen und dann das endgültige Projekt bewerten! Eine sehr eigenartige Vorstellung von Entscheidungsfindung.

Die Operation Tiefgarage hat meiner Meinung nach Folgendes gezeigt:

1. Der Gemeinderat hat aufgrund einer offenen Debatte eine Entscheidung getroffen, die nicht entlang Partei politischer Linien erfolgte, sondern aufgrund sachlicher Überlegungen über Vor- und Nachteile eines wichtigen Vorhabens für die Stadt.

2. Die meisten Mitglieder des Gemeinderates haben bei den politischen Spielchen zur Schwächung der Regierung Rösch nicht mitgemacht.

3. Die Regierungskoalition ist bei dieser Abstimmung zwar nicht geschlossen aufgetreten, aber die Voraussetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit in der Koalition sind nach wie vor gegeben, auch wenn es vielleicht einen „Neustart“ braucht.

4. Politik erfordert neben sachlicher Kompetenz und Verhandlungsgeschick auch gute Nerven, einen langen Atem und viel Zuversicht. Ich glaube, dass unsere Fraktion in dieser Frage eine wichtige Probe bestanden hat.

Toni Ladurner                                    3. September 2016

Sul referendum costituzionale e la Convenzione dell’autonomia con Riccardo dello Sbarba e Florian Kronbichler

Invito alla conferenza – dibattito su due temi politici di grande attualità: il referendum sulla riforma della Costituzione e la Convenzione dell’autonomia. Intervengono l’onorevole Florian Kronbichler e il Consigliere Provinciale Riccardo Dello Sbarba. L’appuntamento è per lunedì 5/09/2016 in sala civica a Merano in via O. Huber (sala esposizione al secondo piano) alle ore 18. I Verdi di Merano invitano cordialmente tutte le persone interessate ad intervenire.

In autunno si svolgerà il referendum sulla riforma della costituzione. Per questo appuntamento importante servono informazioni di prima mano. I Verdi di Merano hanno invitato l’onorevole Florian Kronbichler ad esporre il suo punto di vista e interloquire con la cittadinanza.
Un secondo tema di grande attualità è la Convenzione dell’autonomia che si sta svolgendo a Bolzano per preparare eventuali modifiche al nostro statuto di autonomia. Discuteremo con il Consigliere Provinciale Riccardo Dello Sbarba, membro della Convenzione: il punto sulla discussione e le proposte da presentare.
I Verdi di Merano invitano cordialmente tutti gli interessati ad intervenire.