Archiv des Autors: cik

Vuoti di memoria e polemiche gratuite – Erinnerungslücken und billige Polemik

Risposta di Toni Ladurner alle critiche di Giorgio Balzarini riportate da „Alto Adige“

Giorgio Balzarini della Lista Civica tuona contro la Giunta comunale, perché i lavori su alcune strade ostacolano eccessivamente il traffico. È vero che le deviazioni e i sensi unici rappresentano un ostacolo per il traffico e richiedono pazienza da parte degli automobilisti e degli utenti dei bus. Per garantire la migliore coordinazione possibile la Giunta ha addirittura incaricato l’ing. Fietta, l’autore del vigente piano del traffico e che, dunque, dovrebbe conoscere bene la situazione della città. Se dunque ci sono ancora dei problemi ciò lo si deve ricondurre all’aumento del traffico privato, aumento dovuto soprattutto al boom turistico. Ma Balzarini e la sua Civica si sono sempre veementemente scagliati contro ogni limitazione del traffico veicolare.

Tutto ciò Balzarini lo dovrebbe sapere. Come sa anche – avendo governato fino al 2015 – che molti lavori a Merano sono stati tirati per le lunghe e che ora era urgente agire. Balzarini perciò ha sempre chiesto con insistenza che una parte considerevole dei soldi che la Giunta precedente non era stata capace di spendere, fossero messi a disposizione dei lavori di manutenzione ed asfaltatura. Ed ora si lamenta dei lavori che si fanno? Lo stesso Balzarini che si è lamentato dei ritardi per l’inizio dei lavori in Corso Libertà inferiore, per poi protestare contro le limitazioni al traffico quando i lavori sono stati fatti e completati nei tempi previsti nonostante le avverse condizioni meteo. Il fatto poi che una serie di lavori sono già stati eseguiti negli ultimi due anni (per esempio via Laurin, via Virgilio, via Wolf fino al centro scolastico), tutto ciò viene passato sotto silenzio.

Vi è dunque molta demagogia nelle esternazioni dell’oppositore. Di proposte concrete non ne abbiamo né sentite né lette.

La Junge Generation nella SVP ha trovato nei Verdi il colpevole dei problemi del traffico. Non vogliamo supporre che i giovani del nostro partner di coalizione abbiano ordito una qualche macchinazione quando parlano del “fallimento della politica verde”. Loro probabilmente sono stati semplicemente informati male e sembrano non sapere che dei due assessori responsabili dei lavori uno appartiene al loro partito. Mentre anche l’altro non è membro dei Verdi. Perciò, cara Junge Generation, attenetevi ai fatti e imparate l’educazione.

 

Toni Ladurner antwortet Giorgio Balzarini

Giorgio Balzarini von der Lista Civica wettert gegen die Stadtregierung, weil die Bauarbeiten auf einigen Straßen den Verkehr zu stark behindern. Sicher, die Umleitungen und die Einbahn-Regelungen sind ein Hindernis für den Verkehr und verlangen von Autofahrern und Busbenutzern oft viel Geduld ab. Um eine möglichst gute Koordinierung zu gewährleisten, hat die Stadtregierung sogar Ing. Fietta beauftragt, der den derzeitigen Verkehrsplan für die Regierung Januth erstellt hatte und die Verhältnisse in der Stadt wahrscheinlich gut kennt. Wenn es also immer noch Probleme gibt, dann wohl in erster Linie wegen der ungebremsten Zunahme des privaten Autoverkehrs, der zum Großteil auf den boomenden Tourismus zurück zu führen ist. Balzarini und seine Civica haben sich bisher jedoch vehement gegen eine Einschränkung des privaten Autoverkehrs ausgesprochen.

Alles das müsste Herr Balzarini eigentlich wissen. Er weiß auch – als Mitregierender bis 2015 – , dass viele Arbeiten in Meran verschleppt worden sind und jetzt dringender Handlungsbedarf ist. Herr Balzarini hat daher bei jeder Diskussion über den Haushalt der Gemeinde darauf gedrängt, möglichst viel von dem Geld, das die Vorgänger-Regierung nicht imstande war auszugeben, für die Instandhaltung und Asfaltierung von Straßen zu reservieren. Und nun meint er, es sei zu viel des Guten! Der gleiche Balzarini, der sich beklagt hat, als es Verzögerungen beim Beginn der Arbeiten in der unteren Freiheitsstraße gab, hat sich dann prompt aufgeregt, dass der Verkehr behindert wurde, als die Arbeiten durchgeführt und trotz widrigen Witterungsbedingungen termingerecht abgeschlossen wurden. Dass in den letzten zwei Jahren eine Reihe anderer Arbeiten bereits gemacht wurden (z.B. Laurin- und Vergilstraße, Karl-Wolf-Straße bis Schulzentrum) verschweigt er.

Es ist steckt also viel Demagogie in den Verlautbarungen des Oppositionspolitikers. Konkrete Vorschläge waren bisher keine zu hören oder zu lesen.

Für die Junge Generation in der SVP sind die Grünen Schuld an den Verkehrsproblemen. Wir wollen den Jungen unseres Koalitionspartners nicht Böswilligkeit unterstellen, wenn sie von einem “Versagen grüner Politik” schreiben. Sie sind wahrscheinlich schlecht informiert (worden) und scheinen nicht zu wissen, dass einer der zwei Referenten, die für die Arbeiten verantwortlich sind, ihrer Partei angehört. Und der andere Referent ist ebenfalls kein grüner Politiker. Daher, liebe Junge Generation, auch im Wahlkampf bei den Fakten bleiben und die guten Manieren nicht vergessen!

Toni Ladurner

 

Advertisements

Nachhaltige Mobilität: Umdenken bei der SVP?

Mit Genugtuung stellen wir fest, dass die SVP des Bezirks Burggrafenamt im Bereich Mobilität anscheinend umzudenken beginnt. Stand für die Edelweiß-Partei bisher der möglichst unge­bremste Autoverkehr im Mittelpunkt und wurden Lösungen für die Mobilität in Meran und Umgebung auf den Tag nach der Eröffnung des zweiten Teils der Nordwest-Umfahrung ver­schoben, heißt nun für die Bezirks-SVP das neue Zauberwort „vernetztes Konzept“.

Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen, bei denen nicht nur Autofahrer wahlbe­rechtigt sind und aufgrund der alarmierenden Situation der Schadstoffbelastung durch den motorisierten Verkehr (bestätigt durch einen SVP-Landesrat), wäre es natürlich unklug, weiterhin nur den Autoverkehr im Fokus zu haben, den öffentlichen Nahverkehr durch lange Umwege und verstopfte Straßen unattraktiv zu machen und dem Rad- und Fußverkehr viele Behinderungen zuzumuten.

Die SVP besinnt sich nun auf die Studie „Nachhaltige Mobilität Burggrafenamt“ (NAMO­BU 2013) der Bezirksgemeinschaft, die sie bis jetzt nicht ernst genommen hat. Diese Studie sieht für Meran die Priorität in den Bereichen Fahrrad, Fußgänger und öffentlicher Verkehr vor und eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs. Die Mobilitätspolitik der Ge­meinde Meran unter Bürgermeister Paul Rösch und Stadträtin Madeleine Rohrer versucht genau diese Empfehlungen umzusetzen. Die Stellungnahme der Bezirks-SVP erhöht nun die Chance, dass Lösungen für eine nachhaltige, sanftere und gesündere Mobilität weniger Wi­derstand zu erwarten haben.

Es ist kurios, aber verständlich, dass die Kursänderung der SVP ihren Mitgliedern und Wählern in einer als Kritik an der „grünen“ Verkehrspolitik verpackten Stellungnahme präsentiert werden muss, indem z.B. nicht näher definierte „Schikanen“ gegen die Autofahrer angeführt wer­den. Aber positiv ist, dass die in Meraner SVP-Kreisen umstrittene straßenunabhängigen Verbindungen nach Schenna und Tirol ausdrücklich befürwortet werden.

Wir fänden es super, wenn die Bezirks-SVP in dem gewünschten vernetzten Konzept auch andere Anregungen der NAMOBU-Studie mittragen würde, die zur Verringerung des motorisierten Individualverkehrs beitragen. Wir denken dabei z.B. an die Definition gemeinsamer Regeln für die Ansiedlung von Einkaufszentren, Ausweisung von Gewerbezonen und für die Entwicklung im touristischen Bereich, die Verkehr anziehen.

Das Mobilitätszentrum am Bahnhof ist ein wichtiges Element zur Steuerung des Verkehrs und hat auch für die Liste Rösch/Grüne hohe Priorität. Dessen Realisierung hängt maßgeblich davon ab, ob die Stadtwerke sich zum raschen Bau der Tiefgarage am Bahnhof verpflichten und ob einige noch offene Fragen mit der Landesver­waltung und mit Privaten zügig geklärt werden können.

Aber wenn „nachhaltige Mobilität“ wirklich das Ziel unseres Koalitionspartners ist, dann sind die Aussichten auf eine bessere Abstimmung der Verkehrspolitik im Bezirk gut.

Für die Liste Rösch/Grüne

Cristina Kury und Toni Ladurner

Meran, am 25. April 2018

 

Verkehrspolitik: Vorrang für Gesundheit und Sicherheit

Die in den Medien veröffentlichte SVP-Kritik an der Meraner Verkehrspolitik verwundert:

  1. Sämtliche Maßnahmen, die nun kritisiert werden, sind vom Stadtrat gutgeheißen worden, dem 2 Mitglieder der SVP angehören.
  2. Die SVP hat über Jahre sowohl den Bürgermeister als auch den Verkehrsstadtrat gestellt. Das nun eingeforderte „langfristige Gesamtkonzept“ in Zusammenarbeit mit dem Bezirk gibt es. Das von der Bezirksgemeinschaft in der Vergangenheit erarbeitete „Namobu“ (Nachhaltige Mobilität Burggrafenamt) blieb allerdings in Meran toter Buchstabe wie auch die von den Grünen seit Jahren lancierte straßenunabhängige Verbindung nach Schenna bzw. der Ausbau des Sesselliftes nach Dorf Tirol.
  3. Die SVP stellt fest, dass Meran im Verkehr erstickt. Das stimmt leider. Das Rezept, dass man nun die Fertigstellung der Nordwest-Umfahrung abwarten soll (mindestens 6 bis 7 Jahre), bevor Maßnahmen gesetzt werden, überzeugt nicht.
  4. Der Blickwinkel der Kritik ist ausschließlich auf den Autofahrer gerichtet: die Rechte der anderen Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel) werden entweder komplett übersehen oder als völlig untergeordnet eingestuft.

Dazu einige Fakten und Überlegungen zum Verkehr in Meran:

  1. Die Zahl der in der Stadt verkehrenden Privatautos nimmt jährlich zu. In den vergangenen Jahren ist der private Autoverkehr in der Innenstadt durch den Bau von Parkgaragen noch gefördert worden (die letzte Garage wurde erst vor eineinhalb Jahren im Ex-Bristol Hotel eröffnet).
  2. Gleichzeitig hat die vorherige Regierung über Nacht die obere Freiheitsstraße auch für Busse und Taxis gesperrt und dadurch den öffentlichen Nahverkehr auf etlichen Strecken weniger attraktiv gemacht (Verspätungen und Ausfälle von Fahrten haben stark zugenommen).
  3. Meran verfügt leider immer noch nicht über ein durchgängiges und sicheres Radwege-Netz. Dafür müssen zum Teil erst die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen geschaffen werden, was einige Jahre brauchen wird.
  4. Die Zahl der Gäste in der Stadt und vor allem in den umliegenden Touristenhochburgen steigt nach wie vor, weil es dort einen ungebremsten Zuwachs an Gästebetten gibt. Und die meisten Touristen sind mit ihrem PKW unterwegs und tragen zur Verstopfung der Straßen bei.
  5. Die Belastungen durch Abgase und Lärm überschreiten an etlichen Stellen öfters die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte oder befinden sich am Limit. Dem will und muss die Gemeinde entgegenwirken. Auch der für Umwelt zuständige Landesrat Theiner hat erst kürzlich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gefordert.
  6. Merans Straßen lassen nur an wenigen Stellen die Errichtung von Vorzugsspuren für Busse oder Fahrräder zu, so dass sich auf den allermeisten Straßen PKWs, LKWs, Busse, Fahrräder und Fußgänger den begrenzten Platz teilen müssen und daher die Frage der Sicherheit eine besondere Bedeutung hat.

Wie kann man verhindern, dass die Stadt im Autoverkehr erstickt und in nicht zu ferner Zukunft wegen zu hoher Luftverschmutzung und Lärmbelastung drastische Einschränkungen notwendig werden?

  • Wir müssen ein attraktives Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln schaffen, das Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit garantiert und dadurch Menschen bewegen kann, auf das Auto zu verzichten. Auch die schrittweise Umstellung auf emissionsärmere oder E-Busse ist notwendig.
  • Wir brauchen bessere, sichere Radwege und gute Gehsteige, damit manche Kurzstrecke (z.B. zur Schule und zum Kindergarten) ohne Privatauto zurückgelegt werden kann.
  • Wir müssen dafür sorgen, dass ein Teil der Autos, die von der MEBO oder aus den umliegenden Gemeinden kommen, nicht ins Zentrum fahren (müssen). Dazu sind in Zusammenarbeit mit der Landesverwaltung und der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt folgende Maßnahmen möglichst rasch umzusetzen:
    •  die Errichtung einer Tiefgarage am Bahnhof (die Zufahrtsrampen gibt es schon)
    •  die Realisierung der Standseilbahn nach Schenna und des wetterfesten Gondellifts nach Dorf Tirol.
  • Auch die Schaffung von mindestens einem weiteren Camper-Abstellplatz am Stadtrand und gute Lösungen für die Warenlogistik könnten das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt begrenzen.
  • Wir werden auch nicht umhin kommen, für den privaten Autoverkehr als Hauptverantwortlichen für die Luftverschmutzung Einschränkungen zu beschließen.

Durch Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 oder 40 kmh (in Bozen übrigens schon seit Jahren in Kraft) kann auch die Lärmbelastung bis zu 3 Dezibel reduziert werden. Das ist nicht nur zum Vorteil für die Gesundheit der Anrainer, sondern erhöht auch stark die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Denn während der Aufprall bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h einer Fallhöhe von 10 Metern entspricht, reduziert sich dieser Wert auf 3,5 Meter bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h.

  • Die Herausforderung besteht darin, nicht diejenigen zu treffen, die auf das Auto aus beruflichen Gründen angewiesen sind, sondern jenen Leuten, die auf das Auto ganz oder teilweise verzichten könnten, die Wahl für ein anderes, die Umwelt weniger belastendes Verkehrsmittel zu bieten und dadurch allen Menschen in der Stadt saubere Luft zum Atmen und mehr Raum für sichere Bewegung zur Verfügung zu stellen. Denn wie der Dachverband für Natur und Umweltschutz ermittelt hat, gibt es in Südtirol wegen zu hoher Stickoxid-Werte in der Luft pro Jahr 68 vorzeitige Todesfälle.

Es gibt also viele und gute Gründe, gemeinsam ein gutes Verkehrskonzept zu entwickeln, das Alternativen zum privaten Autoverkehr anbietet, um die Gesundheit, die Sicherheit und die Mobilität aller Bürger zu garantieren. Das  Koalitionsprogramm gibt klare Leitlinien vor, die seit zwei Jahren mit kleinen Schritten umgesetzt werden. Die großen Fragen wird der neue Verkehrsplan beantworten, der jetzt in Ausschreibung ist.

Toni Ladurner, Cristina Kury             

Gute Lösungen für Jung und Alt in Meran

Am Montag 3. Juli hat die Stadtregierung einen Beschluss gefasst, der sowohl für die Mittelschüler von Obermais als auch für die Senioren von Meran gute Lösungen bringen wird.

Mit der Entscheidung, das ehemalige Mädchenheim „Maiense“ als Sitz für die Mittelschule von Obermais zu adaptieren, wird ein seit Jahrzehnten anhaltendes Provisorium endlich beseitigt und der berechtigte Wunsch der Obermaiser nach einer zeitgemäßen Schulstruktur erfüllt.

Der Deutschorden, dem die Immobilie gehört, verpflichtet sich, für das Schuljahr 2018/19 ein völlig renoviertes Gebäude mit 12 Klassen, einer Bibliothek und den nötigen Spezialräumen für Musik, Kunst, Informatik und Naturwissenschaften der Schulgemeinschaft zu übergeben.

Wir würden es begrüßen, wenn im Tauschwege die Ordensgemeinschaft das Areal der Stadtgärtnerei in der Innerhoferstraße neben dem Hotel Palace erhalten würde, das demnächst frei werden wird. Der Deutschorden möchte dort ein Pflegeheim für Senioren errichten. Wir haben uns immer dafür eingesetzt, dass ausreichend gute Pflegeplätze für unsere Senioren zur Verfügung stehen. Das Areal liegt wegen seiner Stadtnähe und ruhigen Lage optimal für diese Zweck.

Dieser Beschluss der Stadtregierung, zeigt, dass diese Koalitionsregierung unter Bürgermeister Paul Rösch die Anliegen der jungen Generation und der Senioren sehr ernst nimmt und – allen Unkenrufen zum Trotz – rasche und kreative Lösungen, die noch dazu den Haushalt der Gemeinde wenig belasten, findet.

Bleibt zu hoffen, dass die bürokratischen Hürden ohne Verzögerungen genommen und die angestrebten Lösungen bald Wirklichkeit werden.

Toni Ladurner

#greeningtourism – Convegno internazionale a Merano:

Limiti e opportunità dello sviluppo turistico in Europa e sull’Arco alpino

All Inclusive? Con questa domanda i Verdi del Sudtirolo hanno accolto una platea internazionale per analizzare il conflitto, ma anche le possibili simbiosi tra natura e turismo. Questo è stato il tema del convegno del 23-24 giugno 2017 organizzato in collaborazione con i Verdi Europei presso il Pavillon des Fleurs a Merano.

Rappresentanti Verdi da Italia, Austria, Svezia, Spagna, Grecia, Bulgaria, Slovenia, Polonia, ecc. si sono confrontati con i relatori sudtirolesi, il sindaco Paul Rösch e il capo della comunicazione di IDM Thomas Aichner, sulle seguenti domande: il settore turismo ha ormai raggiunto i limiti della sua crescita? Come si è trasformata la relazione tra l’ospite e la popolazione locale? Quali sono e saranno gli effetti del cambiamento climatico sul turismo? E, d’altro canto, in che modo il turismo contribuisce al riscaldamento terrestre?

L’Alto Adige/Südtirol, con i suoi 31 milioni di pernottamenti, si deve porre la domanda se, come altre destinazioni turistiche, possa soddisfare la sua vocazione di luogo della “Sehnsucht” semplicemente aumentando le sue infrastrutture. Natura e paesaggio sono le attrazioni principali per i viaggiatori che scelgono la nostra provincia come meta: è dunque necessario creare esperienze di buon equilibrio tra le richieste di autenticità/avventura e il bisogno di raggiungibilità/comfort. Alcune esempi riusciti di turismo rispettoso e vicino alla natura, ad esempio dalla Svezia, sono stati presentati nel corso del convegno

Accanto a casi spaventosi di distruzione ed estraneazione causate dal turismo, esistono possibili soluzioni:

  • I viaggi sostenibili, rispettosi e curiosi sono un trend che potrebbe essere favorevole al fragile equilibrio alpino e di cui sarebbe importante assicurarsi il mercato.
  • La preparazione ai tempi che verranno, post-era sciistica, è al momento ancora un tabù. Allo stesso tempo questo scenario apre nuove opportunità per il turismo invernale.
  • È necessario riconoscere i limiti della crescita. Non abbiamo bisogno di aumentare i posti letto, ma dobbiamo concentrare gli sforzi in una migliore distribuzione geografica e stagionale.
  • Abbiamo bisogno di una nuova alleanza tra viaggiatori e popolazione locale per assicurare l’esperienza di autenticità e per mantenere l’identità delle mete turistiche.
  • Infine è importante convincere le operatrici e gli operatori turistici che alla lunga sopravviverà solo il turismo sostenibile.

Anche in questo senso la politica deve porre le basi – prima lo farà, meglio sarà per tutte e tutti.

Brigitte Foppa, Tobias Planer – Co-portavoce Verdi Grüne Vёrc

All inclusive?

Tourismus-Tagung der europäischen Grünen in Meran

Die europäischen Grünen haben Meran als Austragungsort einer internationalen Tagung zum Tourismus gewählt und diese in Zusammenarbeit mit den Südtiroler Grünen organisiert. Bürgermeister und Parlamentsabgeordnete,  VertreterInnen verschiedener Organisationen und ExpertInnen aus fast einem Dutzend Länder oder Regionen haben an drei Tagen zu diesem Querschnittsthema, wie Hans Heiss es nannte, einen interessanten Gedankenaustausch geführt.

Der Film „Das Venedig Prinzip“ von Andreas Pichler am Freitag 23. Juni, die Tagung am 24. Juni im Pavillon des fleurs und die Besichtigung des Touriseums am 25. Juni haben allen nachdrücklich vor Augen geführt, dass der Toursimus mittlerweile alle Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens durchdringt und daher eine umfassende und differenzierte Antwort auf die vielen Fragen seiner Entwicklung erfordert.

Der Tourismus wird in Regionen wie Nord- und Südtirol oder in Venedig als tragende Wirtschaftssäule und als Quelle von Wohlstand, aber teilweise auch als Element der Belastung von Natur und Umwelt wahrgenommen. Die Zahlen, die Thomas Aichner für Südtirol genannt hat, zeigen dies sehr deutlich: 31 Millionen Übernachtungen von ca. 7 Millionen Touristen jährlich, die in 10.000 Betrieben mit  219.000 Betten täglich an die 120 € ausgeben. Noch höhere Werte erzielen Nordtirol und Venedig, so dass sich für alle diese Gebiete neben den Herausforderungen einer harmonischen und nachhaltigen Entwicklung auch die Frage nach den Grenzen des Wachstums stellt. Die Zahlen, die Silvia Simoni zum Verkehr auf den Dolomitenpässen angeführt hat (z.B. überqueren im August stündlich ca. 5.500 Autos den Karerpass!) zeigen dringenden Handlungsbedarf, wenn Umwelt und Tourismus hier eine Zukunft haben sollen.

Bürgermeister Paul Rösch hat die Problematik auf die griffige Formel gebracht: Wir sollen uns für einen Tourismus stark machen, der von der ganzen Bevölkerung mitgetragen werden kann. Und das gelingt nur, wenn die Infrastrukturen, das kulturelle und kulinarische Angebot und die Freizeitaktivitäten von Touristen und Einheimischen gleichermaßen genutzt und geschätzt werden. Dabei gelte es, verstärkt „grüne“ Anliegen wie sanfte Mobilität, Gesundheit und Völkerverbindung zu fördern.

Für Regionen in Griechenland oder Bulgarien, die nicht am Meer liegen, stellt der Tourismus hingegen noch eine Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung dar, der Abwanderung und (Jugend-)Arbeitslosigkeit vermindern kann.

Wir Grüne sind also gefordert, auf die vielen Fragen, die der Tourismus als Teil der Globalisierung aufwirft, auf vielfältige und kreative Weise Antworten zu geben. Die Tagung in Meran war ein gutes Beispiel, dass ein Grenz übergreifender und unvoreingenommener Austausch die Voraussetzung für langfristig tragbare und ökologisch vertretbare Entwicklungen ist.

Toni Ladurner

Landesversammlung der Grünen: Kontinuität und Wandel

Bei der Landesversammlung am 27. Mai 2017 haben wir Grüne gezeigt, dass wir an Prinzipien und Führungspersönlichkeiten, die sich bewährt haben, festhalten und gleichzeitig die Fähigkeit zu Erneuerung und Anpassung besitzen.

Der sprachlich ausgefeilte und witzig vorgetragene Rückblick von Hans Heiss hat bereits gezeigt, was grüne Politik auszeichnet: scharfe Analyse und klare Aussagen zu allen relevanten Themen, eindeutige Positionierung bei gleichzeitiger Suche nach gemeinsamen Lösungen, Einsatz für die Schwachen der Gesellschaft und entschlossene Verteidigung der Rechte aller Menschen und der Natur. Mit lang anhaltendem Applaus hat die Versammlung Hans Heiss, der sich als Co-Vorsitzender verabschiedete und nicht mehr für den Landtag kandidieren wird, für seinen Einsatz gedankt.

Die in einem mehrmonatigen Diskussionsprozess erarbeitete Vision fasst in wenigen Sätzen die strategische Ausrichtung grüner Politik zusammen (Wir Verdi Grüne Vërc stehen für die Rechte der Menschen und der Natur ein – Grüne Politik ist Politik der Beteiligung – Die Vielsprachigkeit und Bodenständigkeit Südtirols sind für uns wertvoll – Wir verstehen uns als Teil eines solidarischen Europa in einer globalisierten Welt).

Wir Südtiroler Grünen  haben uns durch ein Abkommen mit der Föderation der Grünen Italiens das Recht erkämpft, als gleichberechtigte Organisation in die Europäische Grüne Bewegung aufgenommen zu werden.

Florian Kronbichler hat in seinem Statement den schwierigen, manchmal auch erfolgreichen Job beschrieben, im Parlament in Rom den Unterschied zwischen den allgemeinen Interessen des Landes Südtirol und den Partikularinteressen der SVP zu erklären – besonders eklatant am Beispiel Wahlgesetze.

Die Resolutionen zur Reduzierung der Schadstoffbelastung auf der Brennerautobahn, für eine sanfte Mobilität in den Dolomiten und eine nachhaltige Digitalisierung sind Ausdruck der Bemühungen, konkrete Anliegen im Bereich Umweltschutz und technische Entwicklung weiterhin mit Nachdruck zu vertreten.

Der schon lange überholte Vorwurf, wir würden uns als „Nein-Sager-Partei“ profilieren, wurde durch die Berichte von Merans Bürgermeister Paul Rösch und die Bozner Stadträtin Maria Laura Lorenzini über die erfolgreiche gestalterische Arbeit in den zwei größten Gemeinden Südtirols anschaulich widerlegt.

Schließlich wurde durch die Wahl von Brigitte Foppa und Tobias Planer zu den neuen Co-Vorsitzenden der Partei bewiesen, dass es auch in personellen Fragen Kontinuität und Erneuerung gibt.

Toni Ladurner