MERAN: Verkehrsberuhigung jetzt!!

IMG_1515kleinNordwestumfahrung Meran: Das 2. Baulos wird frühestens im Jahre 2016 ausgeschrieben. Was ist nun zu tun?

Die Landesregierung hat beschlossen, dass das 2. Baulos der Nordwestumfahrung frühestens im Jahre 2016 ausgeschrieben werden kann. Sollten dann die finanziellen Mittel verfügbar sein und das Baulos gebaut werden, braucht es immerhin noch gute 5 bis 6 Jahre bis zur Fertigstellung (siehe Bauverzögerungen beim 1. Baulos).

Deshalb ist es unabdingbar, dass sofort Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Stadt Meran und seiner Umgebung in Angriff genommen werden.

Studien und Pläne liegen zur Genüge vor: Wir erinnern an zwei bedeutende Dokumente, die von der Stadt verabschiedet wurden und bislang wenig bis keine Beachtung gefunden haben: der Verkehrsplan (PUT) und die Studie der Eurac.

1. Die Grünen pochen auf die Umsetzung der Maßnahmen dieser beiden beschlossenen Planungsdokumente, die sich ergänzen.

Die Eurac-Studie schlägt eine Verkehrsstrategie in 3 Phasen vor. Hier eine kurze Übersicht der 3 Phasen-Verkehrsstrategie:

Phase 1: Fertigstellung der Verbindung Mebo-Bahnhof und parallele Umsetzung einer Reihe von verkehrsberuhigenden Maßnahmen (anbei ein kurzer Auszug):

  • Die Errichtung des Auffangparkplatzes am Bahnhof, um ein Umsteigen von privaten zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen, Aufwertung des Parkplatzes am Pferderennplatz, weitere Parkplätze am Stadtrand (ev. Pulverlager in Verbindung mit weiteren Seilbahn- oder Shuttle­projekten),
  • Aufwertung des öffentlichen Verkehrs und der Radmobilität, Einrichtung von Vorzugsspuren für Busse,
  • Ausdehnung der verkehrsberuhigten Zone in der Innenstadt (ab Rennweg bis Alpinistraße), die von öffentlichen Verkehrsmittel und den Anrainern angefahren werden kann,
  • keine neuen Parkplätze in der Innenstadt und schrittweise Umwandlung der offenen Parkplätze zu Anrainerparkplätzen,
  • Einführung eines Warenlogistiksystems.

Phase 2: Erprobung der Maßnahmen. Evaluation der Wirksamkeit nach einem Jahr der Inbetriebnahme.

Phase 3: Sollten die Maßnahmen keine zufriedenstellende Wirkung zeigen, kann das 2. Baulos realisiert werden.

Bisher hat die Stadtverwaltung vor allem auf die Verwirklichung der Phase 3 (Realisierung 2. Baulos) gedrängt und Phase 1 und 2 großteils übergangen. Jetzt, da Realisierung des 2. Bauloses sich verzögert, liegt die Einhaltung des Phasenplanes, wie es die Eurac-Studie vorsieht, wohl auf der Hand.

2. Die Grünen schlagen weiters vor, die Verfasser der Eurac Studie mit einer Ajournierung ihrer Studie zu beauftragen, und dabei auch zusätzliche Vorschläge, die in der Zwischenzeit bekanntgemacht wurden, zu bewerten. Besondere Berücksichtigung soll dabei das Projekt von Ing. Bernard Walter finden, der zum Ziele hat, den touristischen Zielverkehrs aus den umliegenden Tourismushochburgen wie Dorf Tirol und Schenna, aber auch aus dem Passeier durch öffentliche Verkehrsmittel aufzufangen. Dabei ist vorgesehen: Durch einen 1.300 Meter kurzen Durchstich durch den Küchelberg soll die Innenstadt mit dem Pulverlager auf der Tiroler Seite in der Lazag durch ein schienengebundenes Verkehrsmittel verbunden werden, um von dort aus Schenna durch eine Seilbahn bzw. Dorf Tirol durch einen Dauershuttledienst zu verbinden. Selbstverständlich muss beim Pulverlager auch ein Parkplatz zur Verfügung stehen, wie ihn bereits die Eurac-Studie vorsieht. Auch soll eine mögliche Weiterführung des Verkehrsmittels in das Passeiertal mitbedacht werden.

 

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