Urbanistischer Deal am Theaterplatz

Ein klares Nein zum Tauschvertrag zwischen Gemeinde Meran und dem Benediktinerstift Marienberg:

  1. Es ist nicht tragbar, dass Gemeindeeigentum verhökert wird, weil sich frühere Stadtverwaltungen nicht an die Gesetze gehalten haben.
  2. Die Genehmigung der Vergrößerung und des Anbaus des Geschäftes „Ex Mode Helene“ präjudiziert eine organische Planung der gesamten Freifläche zwischen den beiden Schulen Kafka und Beda Weber an einer markanten Stelle der Stadt.

Die Grünen halten den Tauschvertrag zwischen Gemeinde und Benediktinerstift, den der Gemeinderat letzten Donnerstag verabschiedet hat, aus zweifachen Gründen für untragbar und gegen das Interesse der Stadt.

  1. Die Gemeinde muss an das Benediktinerstift eine Entschädigung im Werte von 167.809 Euro  bezahlen, weil die Stadtgemeinde vor Jahren mehrere Bauvorhaben auf dem Grund der Benediktiner durchgeführt hat, und zwar „ohne Rechtstitel und ohne Ermächtigung“. Um diese Entschädigung zu begleichen, tritt sie das Geschäft „Trigon“ am Rennweg an das Benediktinerstift ab und gewährt das Recht, das Geschäft „Mode Helene“ im Besitz der Benediktiner im Zuge der Aufstockung an das gemeindeeigene und denkmalgeschützte Gebäude „Beda Weber“ anzubauen. Das Benedektinerstift tritt an die Gemeinde ab: Teile des Untergeschosses von „Beda Weber“, unterirdische Baurecht in der Größe von ca. 80 m² und den Raum um die Freitreppe (ca. 40 m²). Grüne Kritik: Wie ist es möglich, dass die Gemeinde in der Vergangenheit auf fremdem Besitz Bauvorhaben durchgeführt hat? Hier gilt es, die Verantwortlichen auszumachen und nicht als „Entschädigung“ öffentliches Eigentum zu verhökern.
  2. Die Genehmigung zur erheblichen Vergrößerung des Geschäftes „Ex Mode Helene“ präjudiziert eine organische Gesamtplanung des Freiraums zwischen den beiden Schu­len (Kafka und Beda Weber) und den Gebäuden, die im Süden anschließen. Dieser Raum, der in unmittelbarere Nähe des Theaterplatzes liegt, ist derzeit ein Schandfleck (Mülleimer, technische Maschinen, ein langgezogenes Erdloch mit verschiedensten Ablagerungen). Die Grünen haben beantragt, „für diesen Freiraum einen Durchführungsplan vorzuschreiben“, damit diese so markante Fläche organisch gestaltet und in die Umgebung (Theaterplatz) einfügt wird. Sie bedauern sehr, dass die Mehrheit diesem Antrag nicht entsprochen hat. Sie befürchten, dass weitere Projekte auf Druck von Privaten stückweis vorangebracht werden. Wiederum ist festzustellen, dass die Stadtverwaltung ihre ureigenste Aufgabe, die Stadtentwicklung zu planen, nicht erfüllt.
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