Nein zur Aufstockung des Hotel Europa-Splendid am Theaterplatz um ein zusätzliches Stockwerk (6. Stock)

IMG_20130521_0003Die politische Mehrheit im Meraner Gemeinderat will die Aufstockung um ein zusätzliches Stockwerk (6. Stock für Wohnung) des Hotel Europa Splendid am Theaterplatz genehmigen. Dazu soll am morgigen Mittwoch im Meraner Gemeinderat der Wiedergewinnungsplan abgeändert werden.

Die Grünen sprechen sich aus folgenden Gründen entschieden gegen dieses Vorhaben aus:

  • Der Theaterplatz ist einer der markantesten Plätze des Stadtzentrums. Er ist durch mehrere „Bausünden“ in der Vergangenheit bereits verunstaltet worden. Umso mehr gilt es jetzt, sorgfältig mit dem Raum umzugehen, der das architektonisch wertvolle Stadttheater umgibt.
  • Wie aus den beigelegten Unterlagen klar hervorgeht (Bild anklicken, um es zu vergrößern), würde eine Aufstockung des Hotel Europa-Splendid um ein weiteres Stockwerk die bisher einheitliche Höhenflucht der Gebäude sowohl am Rennweg als auch an der Freiheitsstraße unterbrechen und das Gesamtbild entschieden beeinträchtigen.
  • Das Erstellen und jede Änderung des Bauleitplans bzw. von Wiedergewinnungsplänen muss im öffentlichen Interesse erfolgen. Bei dieser Änderung steht zweifelsohne das Privatinteresse der Hotelbesitzer im Vordergrund. Für die Allgemeinheit verschlechtert sich die Situation. Das Stadtbild leidet und für die Anrainer (es liegt ein Einspruch der Miteigentümer des angrenzenden denkmalgeschützten Ladurner-Hauses auf) verschlechtert sich die Lebensqualität.

Die vom Stadtrat und von SVP-Mitgliedern angeführten Argumente in der Kommission überzeugen nicht:

  • Meran braucht zusätzliche Hotel-Betten im Stadtbereich. Gegenargument: Demnächst eröffnet das neue City-Hotel in der Meinhardstraße. Und das Thermenhotel hat bereits die Genehmigung, zum  Bestand noch ca. 17.000 m³ dazuzubauen.
  • Ein Hotel braucht eine Dienstwohnung. Gegenargument. Wieso hat dann der Bauwerber beantragt die Wohnung, die im 6. Stock errichtet wird, zur freien Verfügung zu haben?

Die Grünen rufen den Gemeinderat auf,

  •  die Änderung am Wiedergewinnungsplan nicht zu genehmigen;
  •  die Stadtentwicklung organisch zu planen und von dauernden Änderungen abzusehen, auch um Rechtssicherheit zu garantieren;
  •  zu klären, wie die quantitative/qualitative Erweiterung von Hotels im Altstadtbereich generell zu handhaben ist, damit das Stadtbild erhalten wird und die Kriterien für alle gleich sind. (Derzeit gibt es keine allgemeingültigen Kriterien und man bewertet Einzelprojekte);
  •  einen städteplanerischen Wettbewerb für den Theaterplatz auszuschreiben (was passiert z.B. mit der Baulücke, die an das Schulgebäude angrenzt?).
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