Untragbare Kosten für die Nordwestumfahrung und keine konkreten Schritte am Bahnhof

Wir verlangen vom Bürgermeister klare Antworten und ein grundsätzliches Umdenken in Sachen Mobilität.

Die Fraktion der Grünen hat eine außerordentliche Sitzung des Gemeinderates zum Thema Mobilität beantragt.

Die Fakten:
Es wurde in den letzten Tagen bekannt, dass die Gesamtkosten für den Bau der Nordwestumfahrung (MeBo-Ausfahrt plus Küchelbergtunnel) nunmehr auf 260 Millionen Euro geschätzt werden. Diese Summe ist in Zeiten allgemein knapper werdenden Mittel untragbar. Es ist zu bezweifeln, dass das Land gegenwärtig gewillt ist, eine so hohe und ständig steigende Summe zu binden. Die Realisierung des zweiten Bauloses rückt also in eine immer fernere Zukunft.
Die MeBo-Ausfahrt wird hingegen in wenigen Monaten fertig gestellt. Es herrscht aber völlige Unklarheit über die Situation an der Oberfläche, insbesondere an der 4. November-Straße. Laut Aussagen des Bürgermeisters und des zuständigen Referenten habe man vorläufige Maßnahmen getroffen, um den Verkehr in Richtung Goethestraße zu lenken. Ein Radweg sei denkbar. Die Finanzierung der Rampe zum Parkplatz sei gesichert und man rede mit dem Land über dessen Realisierung.

Die Grünen meinen: Das ist viel zu wenig! Und es ist unverantwortlich mit buchstäblich nichts in der Hand da zu stehen, wenn im Mai oder Juni eine Verkehrslawine auf das Bahnhofsviertel zukommt.
Die Ausfahrt, die grundsätzlich zu begrüßen ist, kann nur dann positive Auswirkungen haben, wenn der Auffangparkplatz realisiert ist, wenn Maßnahmen getroffen und realisiert werden, um den Verkehr auch dort aufzufangen und aufzuhalten. So zum Beispiel die Anbindung an das Radwegenetz und dessen Ausbau.
Mittelfristig muss aber auch die Anbindung mit einer Minimetro an das Passeiertal, Schenna und Dorf Tirol tatkräftig voran getrieben werden. Nur so kann das Gesamtaufkommen des Verkehrs reduziert werden.

Der Bürgermeister hat aber nichts dazu gelernt: Er glaubt nicht an die Kostenexplosion. Er meint weiterhin, dass der Tunnel rasch gebaut wird, dass er für die Kavernengarage hinter den Lauben bald Investoren findet (obwohl der erste Anlauf im letzten Jahr kläglich gescheitert ist) und dass dies der richtige Weg für die Lösung der Verkehrsprobleme ist.

Wir verlangen vom Bürgermeister klare Aussagen über die Projekte am Bahnhofsviertel. Wenn es keine gibt, muss er sich verpflichten schnellstens Finanzierung, Planung und Realisierung in die Wege zu leiten.
Wir verlangen auch ein generelles Umdenken. Der Tunnel und die Kavernengarage sind in Zeiten der Krise keine Priorität! Andere, billigere Maßnahmen sollen endlich vorangetrieben werden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s